Ev. Luth. Kirchgemeinde
     Berthelsdorf-Strahwalde und Herrnhut

"Ihr seid das Salz der Erde"

So lautete das Leitmotiv des Berthelsdorfer Gemeindefestes 2013.

Salz ist ein lebenswichtiger Stoff. Über lange Zeit blieb Salz ein sehr wertvolles Gut und brachte jenen, die es besaßen, Reichtum und Macht. Das "weiße Gold" schuf florierende Städte und belebte den internationalen Handel.
Mit Leben füllte sich auch unsere Kirche, als am Freitagabend das Auftaktkonzert erklang. Unter dem Motto "Mozart trifft Blues" erfreuten Gesang, Querflöte und Klavier die zahlreich erschienen Gäste. Die Freude fand vorerst ihren Höhepunkt, als der Duft der leckeren Grillwürste die Besucher in die Pfarrscheune lockte. Die lauwarme Julinacht bot hierzu den passenden Rahmen.
Frisch gestärkt ging dem Vorbereitungsteam am Samstagvormittag die Arbeit locker von der Hand. Viele fleißige Hände fassten mit an, um Stühle, Bänke und Tische an den rechten Ort zu bringen.
In gewohnter Weise bildete der sonntägliche Familiengottesdienst den eigentlichen Auftakt für unser Gemeindefest. Bei herrlichstem Sonnenschein und blauem Himmel fanden sich die Besucher in der Kirche ein. Das schöne Wetter nutzten auch viele Gäste aus unserer Nachbargemeinde Strahwalde, um am Festgottesdienst teilzunehmen.
Dem jüngsten Teilnehmer gebührte der Beginn der Feierstunde. Der kleine Julian aus Bernstadt wurde durch seine Taufe in den Kreis der Gemeinde Gottes aufgenommen.
Daran anschließend fanden die Gäste weitreichend Gelegenheit, sich mit der Bedeutung des Spruches "Ihr seid das Salz der Erde" auseinanderzusetzen. Pfarrer Taesler stützte seine Predigt auf den Zauber eines Märchens, um uns bildhaft zu verdeutlichen, wie wertvoll Salz für uns Menschen ist. Den Gottesdienstbesuchern wurde nachhaltig bewusst, welch eine Kraft im Salz tatsächlich verborgen ist und wie sehr wir ihr bedürfen. Es liegt an uns Christen, die durch den Glauben frei werdende Kraft mit Gebeten und Gesprächen zu stärken und unser Leben von ihr leiten zu lassen. Lebensnah bekam jeder Gast einen praktischen Salzstreuer geschenkt.


























In Gedanken gestärkt begab sich nun die Gemeinde zielstrebig auf das Gelände des Zinzendorfschlosses. Damit an Langeweile erst gar nicht zu denken war, warteten viele lustige Spiele darauf, von Klein und Groß entdeckt zu werden. Trotz allem Spielespaß erinnerte uns das Mittagsläuten an unsere hungrigen Bäuche. Der würzig duftende Kesselgulasch der Herrnhuter Diakonie schmeckte - wie immer - bestens und gar kein bisschen "versalzen". Ein ganz großes Dankeschön an den Koch und sein Team.
Das gute Essen setzte neue Kräfte frei und so standen sich der Kirchenvorstand und die Junge Gemeinde auf dem Volleyballplatz siegeshungrig gegenüber. In diesem Jahr riss die Siegesserie der Jungen Gemeinde und der Kirchenvorstand ging nach zwei gewonnenen Sätzen als der glückliche Gewinner hervor.
Das Nachmittagsprogramm war bunt gemischt und für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe fand sich der passende Zeitvertreib. Besonders beliebt war bei den jüngeren Gästen wie auch schon im letzten Jahr das lustige Schminken von Frau Johne.
Soviel buntes Treiben macht hungrig und nach und nach fand sich jeder an der reichlich gedeckten Kaffeetafel ein. Unser Kirchenchor umrahmte das gemütliche Beisammensitzen mit vielen fröhlichen Liedern. Ein herzliches Dankeschön an die lieben Bäcker.
Wer unsere Gemeindefeste regelmäßig besucht weiß, dass jedes Jahr mit einer "Show-Einlage" nachgewürzt wird. Dieses Mal traten die Bremer Stadtmusikanten auf. Herr Männel vollführte ein Puppenspiel, bei dem so mancher Tränen lachte und die Kinder auf ganz lustige Weise ins Spiel einbezogen wurden.
Wie alles im Leben neigte sich auch unser gemeinsamer Sonntag dem Ende zu. Pfarrer Taesler versammelte noch einmal die ganze Gemeinde und sprach ein zu Herzen gehendes Abschlussgebet. Er dankte all jenen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Beim gegenseitigen Verabschieden waren immer wieder Worte wie "War das ein schöner Tag!" zu hören. Ich glaube, solch liebe Worte von Besuchern zu hören, gibt allen Helfern Kraft und Zuversicht, das Gemeindefest 2014 mit der gleichen Hingabe anzugehen. Das Wort Gottes begleitete uns alle auf dem Nachhauseweg und gewiss auch an jedem neuen Tag.

Ingrid Schenk

 
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